TIPPS UND TRICKS

Nachdem wir diese Seite im alten Layout geschlossen hatten, gab es nun beim letzten Krantermin doch einen Anlass, die Rubrik wieder zu eröffnen.

THEMA: Sorgleine beim Kranen

Sorgleinen sorgen ja für so einiges an Bord. Sie ermöglichen das Nachziehen von Leinen im Mast, dienen zum Einhängen des Lifebelts an Deck, sichern das Ruder usw. – der Name ist Programm.

Wenn in den Kranordnungen vieler Vereine Fluß auf, Fluß ab von Sorgleinen die Rede ist, sind immer die vor- und achterlichen Führungsleinen gemeint, mit denen das Schiff während des Hubs geführt wird. Diese benutzen wir beim AWSV ebenfalls, sie sind Pflicht beim Kranen!

In unserem tideabhängigen Hafen werden beim Kranen jedoch noch zusätzliche Sorgleinen eingesetzt, die eine andere Bewandnis haben. Es handelt sich um Leinen, die in Vorbereitung des Krantermins an genau den Stellen platziert werden, an denen später die Gurte verlaufen sollen. Dies hat folgenden Hintergrund: wenn der Wasserstand beim Kranen noch oder wieder zu niedrig ist, gibt es oft große Probleme beim Verlegen der Gurte unter den Booten, da diese nur noch schwerlich unter dem Boot durchgezogen werden können, um sie in die gewünschte und nötige Position zu bringen. Wurden allerdings vorher besagte Sorgleinen verlegt, können die Gurte einfach an den Leinen unter dem Rumpf durchgezogen werden.
Da diese Sorgleinen in der Box verlegt werden, ist es wichtig sicherzustellen, dass sie nicht beim Verlegen des Bootes an den Kranplatz verrutschen und womöglich in die Schiffsschraube gelangen. Daher bietet es sich an, die Sorgleinen stramm zu verlegen und gegeneinander zu sichern, um ein Verrutschen zu verhindern.

Also, wer leinentechnsich gut vorSORGT, ist fix aus dem Wasser und hält den Betrieb nicht auf. Nach Möglichkeit sollten alle Boote vor dem Kranen entsprechend vorbereitet werden! Dies kann z.B. im Zusammenhang mit dem Mastlegen geschehen.