TÖRN- UND VEREINSBERICHTE

SEEMANNSCHAFT IM AWSV

15 Crewmitglieder unserer Motor- und Segelboote trafen sich am 20. Januar 2024 auf Einladung des Sportwartes auch dieses Jahr, um im Verein bei Kaffee und Kuchen Erfahrungen über das seemännische Handwerk auszutauschen.

Grundsatzfragen und Hafenmanöver, Kommunikation an Bord, Verantwortlichkeiten und Abläufe wurden von den Crews analysiert und erörtert. Alle Altersgruppen waren verteten und tauschten rege ihre Erfahrungen aus.

Fragen rund ums Tauwerk, Anbinder und Schleppleinen sowie viele andere Themen wurden interessiert besprochen.

Aber auch das Praxistraining wurde nicht vergessen. Eine von vielen Fertigkeiten zur sicheren Führung eines Bootes ist das Zuwerfen einer Leine bei einem Manöver.
Lustig ging es zu, im Januarschnee vor dem Vereinshaus, als alle Teilnehmer fröhlich und entschlossen das zielsichere und kraftvolle Zuwerfen von Leinen übten.

Nach gut 2 Stunden mit ein paar sportlichen Einlagen beendeten wir diesen netten Nachmittag.

Ich habe mich sehr über das Interesse gefreut.

Aber auch Fragen zu techn. Hilfsmitteln und Höflichkeitsregeln in Häfen wurden angesprochen und Erfahrungen dazu ausgetauscht.

Jochen Anbergen
-Sportwart-

AWSV REGATTA 02.09.2023

Um 16.00 Uhr erfolgte der Startschuss vor Abbenfleth von der MY „Socke“. Sebastian mit Familie schickte 7 AWSV Segelboote bei sonnigem Wetter auf den Ragattakurs mit der Flut zunächst elbaufwärts. Die Tonne 107 /Twielenfleth-Reede war zu runden, dann wieder elbabwärts zur Ziellinie auf der Grauerort- Reede. Gewertet wurde nach Yardstick.

Die zunächst leichten Winde um 2 Bft. aus NW bescherten den Seglern einen achterlichen bis raumen Kurs. Die SY „Sleipnir“ von Ulf hatte mit einer unklaren Genua zu kämpfen und fiel dadurch zurück. Auch „Indian summer“ von Matthias wurde vom Seepockenbewuchs leider stark ausgebremst. An der Wendemarke lagen die Boote noch relativ beieinander, bis sich eine Gruppe von 4 Booten an der Kreuz absetzen konnte. Ebenso hatte die SY „Sylvia“ von Andreas nun auf dem Kreuzkurs stark zu kämpfen, was den Skipper jedoch nicht aufgeben ließ. Respekt.

Zurück ging es nun mit Kreuzkurs gegen die restliche Flut. Der auf 3 Bft. zunehmende Wind erlaubte nun auch 6 Kn Fahrt durchs Wasser. Helmut mit seiner„Second home“ sowie Christina mit der „Lady Luna“ kreuzten im flachen Wasser sehr dicht an den Bishorster Sand heran, wobei im engen Feld der Boote oft erst kurz vorm Strand gewendet wurde. Auch Hans-Georg mit seinem „Traumschiff“ und ich mit dem „Oplukker“ rechneten sich bis zum Schluß gute Chansen aus. Doch mit jeder Wende verschob sich das Ranking , die Spannung blieb bis zum Ziel erhalten.

Nach knapp 2:30 Std. wurde schließlich „Lady Luna“ mit Skipperin Christina und den erfahrenen Vorschotern Gernot und Axel als erstes Schiff über der Ziellinie als Siegerin abgehupt. Als schnellstes Schiff nach gesegelter und berechneter Zeit nahm die Crew beim Abschlussbier einen AWSV Wanderpreis entgegen. Herzlichen Glückwunsch. Es hat Spaß gemacht. Bis zum nächsten Jahr.

Euer Sportwart
Jochen

ABSCHIPPERN 2021 / Rund Schwarztonnensand

12 Boote vom AWSV mit 25 Teilnehmern hatten sich am 18.09.21 auf der Elbe zusammengefunden um zum Saisonabschluss noch einmal rund Schwarztonnensand zu schippern.

Während zu Beginn „Kismet“ und „Buenos Aires“ auf Abwegen zunächst noch in der Hafenausfahrt kurz fest verweilten, schipperten die ersten Boote um 11.30 Uhr gegen die Flut, unter Motor oder Segel, elbabwärts.
In flotter Fahrt übernahmen die Motorboote „Kormoran“, „Dulcibella“ und „Perfect day“ die Spitze und führten uns in das breite und bepriggte Fahrwasser zwischen dem Asseler Sand und der Insel.

Für die „Boote am Stiel“ reichte der schwache Nordost zunächst gerade noch um gegen die Flut anzusegeln. Mitunter musste der Motor heimlich nachhelfen. „Lady Luna“, „Lilie“ „Kismet“ und auch „Buenos Aires“ raceten dennoch untereinander genauso wie „Anea“, „Timaro“ und „Delfinos“. Obwohl es keine Regatta war, belauerte man sich doch unauffällig.

Hinter dem Sand ließ sich unser Vorsitzender mit seinem „Kormoran“ an der Steuerbordseite zurückfallen und ließ das Feld standesgemäß an sich vorbei ziehen.

Zwischendurch sorgten aufkommende Regenschauer dann doch für etwas mehr Wind, sodass „Greywolf“ unerwartet vom Winde an die Spitze verweht wurde.

Sicher geführt durch unsere Motorboote umrundeten alle 12 AWSV Schiffe den Schwarztonnensand und waren zum Kaffee rechtzeitig zurück. Erfreulich war die Teilnahme neuer Mitglieder, als Gastcrew auf der „Oplukker“ oder mit eigenen Booten .

Danke für die Teilnahme an der Vereinsveranstaltung.

Jochen
-Sportwart-

FLUSSMÜNDUNG BEI NIEDRIGWASSER

Liebe Mitglieder,
zur Orientierung nachfolgend zwei Informationen für neue und alte Hasen:

1. Die Mündung der Süderelbe verschwenkt sich leicht elbabwärts. Die sich dort bildende Schlicknase ist etwa 50 cm hoch. Beim Auslaufen in der Mündung also etwas elbabwärts halten.

2. Notliegeplätze bei geschlossenem Sperrwerk befinden sich zwischen den Dalben vor dem Sperrwerk. Den Untergrund bildet eine Holzpfahlreihe, welche die Steinböschung begrenzt.

Wichtig zu wissen für tief gehende Schiffe.

Allzeit gute Fahrt

Jochen Anbergen
-Sportwart-

NEUES FAHRWASSRER HINTER SCHWARZTONNENSAND

Die Schwarztonnensander Nebenelbe ist neuerdings als Fahrwasser bezeichnet!

Priggen an Bb und Stb bezeichnen durchgängig die neu gebaggerte Fahrwasserrinne. Von Abbenfleth kommend, etwa auf halber Höhe zwischen Grauerort und Schwarztonnensand, befinden sich jetzt die ersten Bb-Doppelpriggen, welche den Beginn oder das Ende des Fahrwassers kennzeichnen.
Das Fahrwasser ist nach meiner Ansicht durchgängig etwa 80 m breit und sehr gut gekennzeichnet. Durch die Breite ist sogar ein Aufkreuzen mit dem Segelboot gut möglich. Ich habe 3 Stunden vor HW eine durchgängige Wassertiefe von mindestens 3,50 m gelotet.
Das neue tiefe Fahrwasser ist bei jedem Wetter ein sehr geschütztes Revier.

Jochen Anbergen
-Sportwart-